Meine 8-jährige Tochter wird auch schon skeptisch

Heute bin ich mit meiner Tochter im Auto gefahren während die beste Freundin meiner Frau (aus WuG) zu Besuch bei ihr war. Plötzlich frägt sie mich, warum Mama immer so „anders“ ist, wenn sie mit ihrer Freundin (ihre beste WuG-Freundin) zusammen ist und warum Mama sich in letzter Zeit so verändert hat.
Hier nun die Auszüge des Gespräches mit ihr (ich habe Wert darauf gelegt, dass sie frei und unbeeinflusst erzählen kann und gebe hier ihren Wortlaut wider)

  • Meine Tochter hat sich im Auto darüber beschwert, dass sie während des Besuches wieder mal nicht bei Mama sein durfte. „Das darf ich nie, wenn XXXX da ist. Die beiden waren auf dem Sofa gesessen und haben sich unterhalten, und als ich kam, weil ich mir arg den Kopf angehaut habe, da durfte ich nicht bei Mama bleiben. Dabei wollte ich, dass sie mich tröstet. Aber sie hat mich gleich wieder hoch geschickt. Das wollte ich nicht, ich wollte bei ihr bleiben. Ich hatte voll die Beule (zeigt mir die Beule). Wäre ich doch ein Baby, dann könnte ich immer bei ihr bleiben …“
  • „Mama ist so anders, weil sie immer zu Wort und Geist geht. Sie lacht nicht mehr echt und wir sind ihr nicht mehr so wichtig.“ (Sie frägt mich darauf hin, warum das so ist; ich versuche kindgerecht zu erklären, dass die lehre dort die leute verändert und u.a. bewirkt, dass man andere Leute wichtiger nimmt, als z.b. den partner)
  • Meine Tochter nennt daraufhin sofort den Bekannten mit dem sich meine Frau verbunden hat (s. vergangener Beitrag) (nennen wir ihn hier mal „Stefan“). „Ach so, Stefan!?“
    Aha, meine Mittlere hat es also neben meinem Sohn und etlichen Freunden inzwischen auch bemerkt…
  • Dann erzählt sie noch, dass wenn sie von der Schule heim kommt Mama jeden Tag sagt, dass sie jetzt telefonieren müsse, und dann ewig in einem Zimmer verschwindet, um dort mit ihrer Freundin zu telefonieren. Das kommt meiner Tochter komisch vor (Zitat: „Besprechen die was Geheimes?“)
  • Meine Tochter sagt, Mama müsse einfach ganz viel Antenne Bayern anstelle von Predigten von WuG hören, weil sie dann wieder normal würde.
  • Sie sagt, dass sie es schade findet, dass sich Mama so verändert hat. Sie wünscht sich, dass sie wieder normal wie früher ist.

Das alles erzählt sie mir halb fröhlich, halb resigniert, während sie nebenher ihr neues fussballstickeralbum bestückt. Ich sitzt traurig daneben und es wird mir immer klarer, dass ich bald etwas unternehmen muss…

Allgemein

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